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05-01-2002: Give us more: das Update Seit Dezember 2001 prangt auf den Seiten kimble.org, kimvestor.com und kill.net ein Hinweis "kimble.org - update soon". Das sagt uns zum einen, dass die vordergründige Trennung von Geschäft und Privatleben doch nicht so scharf ist, wie Kimble gerne behauptet. Zum anderen sagt es uns, dass Kimble eine neue Aktion plant. Man muss kein Hack-Genie sein, um den Inhalt zu finden, den der Super-Hacker und Gründer einer Internet-Sicherheitsfirma versteckt. Er ist auf dem Webserver. Die URL http://www.kimble.org/kimble bietet uns fürsorglich gleich zwei Ergebnisse an. Unter kimble.jpg finden wir das JPEG, das Fluffy Bunny auf dem Server hinterlegt hat. Wir erinnern uns: Kimble hat 10000 Dollar auf Informationen über Fluffy ausgesetzt, gleichzeitig hat er es nicht geschafft, das Beweisstück seiner Blamage vom Server zu löschen. Daneben gibt es auch die Datei kimble.zip, die das neue Update enthält. Es geht aber noch einfacher: www.kimble.org/index.htm führt uns direkt auf die neue Seite. Auf diese Weise kann jeder auf die neuen Seiten gucken, obwohl der Zugriff eigentlich nur für Eingeweihte sein sollte. Nicht mal ein simpler Passwortschutz wurde eingebaut. Seien wir mal ehrlich: Wer würde einer solchen Firma seine Sicherheit oder wichtige Daten anvertrauen? Treten wir also ein in die neue wunderware Welt des Kimble. Zuerst fällt uns auf, dass sich gar nicht so viel geändert hat. Immer noch grinst uns der Gastgeber mit Uncle-Sam-Hut entgegen, immer noch ist das Design von der belgischen Firma NRG erstellt worden. Neu sind einige Punkte: Hinter "Kims Art Galerie" versteckt sich ein Bereich allein für Mitglieder des "Kimble Lifestyle Club". Unter "Kims Onlineshop" können sich die Fans des Medienhackers mit einfallslos bedruckten Kaffeetassen und T-Shirts versorgen. Letztere gibt es stilecht bis zur Größe XXXXL. Im "Lifestyle-Shop" geht es exklusiver zu. 1500 Dollar für Kimble-Schuhe, die doppelte Summe für seine Armband-Uhr, 20000 Dollar für einen Trip mit ihm nach Monaco und 50000 Dollar sind fällig, wenn man Kimble auf der Straßenralley "Gumball" als Beifahrer begleiten will. 5000 Dollar sind fällig, wenn man Mitglied des Kimble Lifestyle Clubs sein will. Der Mitgliedsbeitrag versteht sich pro Jahr. Dafür bekommt man 2500 unveröffentlichte Bilder von einem Endzwanziger auf dem Egotrip. Dazu Eintritt in die VIP-Zonen rund um die Welt und DVDs mit Kimbles neusten Abenteuern. Wesentlich billiger ist die Kimpire-Mitgliedschaft, die gibt es nämlich umsonst. Was das Kimpire ist? Keine Ahnung. Kimble schreibt dazu viel und gar nichts. So zum Beispiel, dass die Einnahmen unter den besonders verdienten Mitgliedern verteilt werden - sofern einmal 100 Millionen Dollar verdient wurden. Dazu gehört ein Internetfonds, an dessen Management Kimble persönlich beteiligt ist. Wer einen Investor anwirbt bekommt 3 Prozent der Investitionssumme versprochen. Ein Indiz dafür, dass die Gewinnspanne erheblich über dem Marktdurchschnitt liegt. Oder dass man Drücker bezahlen muss, um die Anteilsscheine loszuwerden. Um die enormen Provisionen einzuspielen, muss man natürlich an anderer Stelle sparen. So zum Beispiel beim Webspace. Das Kimpire sucht einen Provider, der ihm einen Hochsicherheitsserver zur Verfügung stellt und 500 Gigabyte Traffic obendrauf. Umsonst versteht sich, denn Kimble zahlt mit seinem Namen. Ansonsten wird sich alles finden - zumindest wird alles übrige gesucht: Merchandising-Partner, Sponsoren, Webdesigner, PR-Manager, Yachtbesitzer und girls ("legal age"). Dazu einen Verleger für das Kimble Buch, einen weiteren für das monatliche Kimpire Magazin und natürlich TV-Teams, die über das neuste Kimble-Abenteuer berichten wollen. Demnächst chartert er sich nämlich einen Eisbrecher, um mit seinem Megacar am Nordpol herumzufahren. Und eine Partei will er gründen. Und, und, und... Das sind bisher nur die ernst gemeinten Vorschläge, denn die nicht ernst gemeinten hat er auf einer Extra-Seite untergebracht. Geschmackloser Höhepunkt: Genie-Sperma von Kimble persönlich für eine Million Dollar. Vom unterhaltsamen Teil zum Geschäft. Die Seite Kimvestor.com ist mit dem gleichen "Hack" zu knacken. Hier hat sich nicht viel geändert. Die Geschäftsprognosen, die Kimble innerhalb weniger Jahre als einen der reichten Männer der Welt sahen, sind verschwunden. Ebenso die Dataprotect GmbH. Interessant ist ein Neuzuwachs. Denn jetzt zählt Letsbuyit.com angeblich zu den Kimpanies. Eine Nachfrage bei der Firma ergibt: Kim Schmitz hat Anfang 2001 ein - so wörtlich - "kleineres Investment" getätigt und später nicht mehr nachgekauft. Und Yihat? Bei Der Seite kill.net klappt der kleine Trick mit index.htm nicht. Trotzdem findet sich auf dem Server ein kleiner Flash-Movie. Allerdings kann der - wie die gehackte Seite - einfach vergessen worden sein. Update:Mittlerweile sind die Seiten nicht mehr frei einsehbar. Die wichtigsten Seiten findet ihr hier: |
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