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23-10-2001:

Das Ende von kill.net

Wo sich Yihat auch öffentlich zeigte, war die Gruppe nicht sonderlich beliebt. Der IRCNet-Channel #yihat wurde "geowned" - sprich: andere Leute haben den Kanal übernommen und die vermeintlichen Superhacker ausgesperrt, die sich daraufhin ein anderes Chatnetzwerk suchen mussten.

Auch nach den Defacements durch Fluffy Bunny standen die Webseiten kill.net und kimble.org unter DDOS-Beschuss, dass der Provider in Mitleidenschaft gezogen wurde. Am Montag, 22. Oktober, stellte Yihat seine Webseite ein. Auf einer Not-Seite die Begründung: die erste Phase sei abgeschlossen, nun arbeiteten die Mitglieder ohne Öffentlichkeit weiter.

Das Projekt "Yihat Training Center", das erst vor wenigen Tagen gestartet war, ist nicht mehr existent. Auch die Mission von Yihat hat sich elementar verändert: nun geht es nicht mehr um die Geldquellen des Terrors, sondern um die Informationsstrukturen der Terroristen. Kim Schmitz ist vom Sprecher zum Gründer von Yihat aufgestiegen. Kimble.org ist erst seit Dienstag, 23. Oktober wieder zu erreichen.

 
Yihat-Trainings-Center
Um neue Hacker für den Kampf gegen den Terrorismus zu rekrutieren plante Yihat ein Ausbildungslager. Obwohl die Gruppe nach eigenen Angaben über ein Grundkapital von 500000 Dollar verfügte, bat man Firmen, ihre IT-Infrastruktur kostenlos zur Verfügung zu stellen. Darauf sollten sich die angehenden Hacker austoben. Gegenleistung: ein kostenloser Sicherheits-Check.